Hendrik Weber alias Pantha du Prince propagiert mit seinem neuen Album "Black Noise" das Ungehrte und Unerhörte, hörbar zu machen. Einige Tracks auf dem bereits dritten Pantha du Prince-Album - und dem ersten, das auf Rough Trade erscheint - sind aus gemeinsam mit Joachim Schütz (Arnold Dreyblatt Trio) und Stephan Abry (Workshop) aufgenommenen Feldaufnahmen und Improvisationen in den Schweizer Bergen entstanden. Der Sound auf Black Noise bewegt sich dabei immer auf rutschiger Schwelle zwischen Kunst und Natur, Techno und Folklore. Stets bleibt die Frage, was ist künstlich, was ist echt.
Neben Detroit Techno wie "Behind the Stars" und deepem Stolperhouse der Theo Parrisch-Schule knüpft Weber introvertierte Spielart von Techno an britische Pop-Traditionen an. Unter den Einflüssen Neo-Avantgarde, Krautrock und deepem Techno formiert sich eine neuartige Clubmusic, die wohl am ehesten unter dem Begriff "Sonic House" zu fassen wäre.
"Black Noise" verwischt eine ganze Reihe von Gegensätzen: akustisch vs. synthetisch, mächtig vs. zerbrechlich, episch vs. schüchtern, catchy vs. abgründig.
Pantha du Prince ist und bleibt ein romantischer Konzeptualist und er teilt uns mit diesem phantastischen Album mit:
Selbst nach der Katastrophe ist Schnöheit noch möglich, wo Geröll und Gestein waren, soll große Kunst werden.
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